Mittwoch, 5. Januar 2011

Grausame Zukunft

Trotz aller bedenken vieler Politiker, Bürger und Hartz4 Empfängern sowieso wird es neben der tolle 5€ Erhöhung noch etwas passieren, nähmlich Wachstum der Zeitarbeitsfirmen.
Diese Förderer der Dumpinglöhne (neben der Agentur für Arbeit) werden weiterhin ihre "Sklaven" zu Billiglöhnen beschäftigen.
Ich kann nur weiterhin dazu aufrufen solchen Verbrecherischen Organisationen zu Boykotieren!
Geht nur Arbeiten wenn Ihr auch den gleichen Lohn bekommt wie alle anderen in den Betrieben.


Branche erwartet mehr als eine Million Leiharbeiter

Die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland wird nach Branchenangaben in diesem Jahr auf mehr als eine Million steigen. "Wir rechnen in diesem Jahr mit einem zweistelligen Wachstum bei den Mitarbeitern", sagte der Präsident des Bundesverbands Zeitarbeit (BZA), Volker Enkerts, dem "Hamburger Abendblatt". "Die Krise haben wir längst abgehakt." Im Rezessionsjahr 2009 hatten viele Firmen Stellen von Leiharbeitern abgebaut, sodass deren Gesamtzahl um 130.000 im Vergleich mit dem Rekordjahr 2008 zurückging. Mittlerweile suchen Unternehmen fast aller Branchen laut BZA-Angaben wieder händeringend Fachkräfte. "2011 wird die Zeitarbeitsbranche erstmals die Millionengrenze bei den Beschäftigten überschreiten", sagte Enkerts.

Die bisherigen Rekordwerte wurden schon im vergangenen Jahr übertroffen. Die aktuellsten Zahlen beziehen sich auf den Oktober 2010. Damals arbeiteten bereits 923.000 Menschen in der Zeitarbeitsbranche. Einzelne Firmen gehen davon aus, dass bereits zum Jahresende die Millionen-Marke erreicht wurde. Das Deutsche Institut für Wirtschafsforschung (DIW) rechnete vor, dass 40 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze, die zwischen September 2009 und September 2010 entstanden, auf Leiharbeiter entfallen.

Branche drängt auf Mindestlohn

Die Branche drängt die Politik, gegen mögliches Lohndumping vorzugehen, das als Folge der im Mai anstehenden Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Beschäftigte aus osteuropäischen EU-Staaten befürchtet wird. "Wir brauchen dringend einen Mindestlohn für die Zeitarbeit", sagte Enkerts. Es sei wichtig, dass Osteuropäer künftig nicht zu deutlich schlechteren Konditionen ihre Arbeitskraft in Deutschland anböten und damit den gesamten Markt schädigten. Der Mindestlohn solle sich an den Zeitarbeitstarifen orientieren, die mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ausgehandelt worden seien: 7,79 Euro in Westdeutschland und 6,89 Euro in Ostdeutschland.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) plädiert bereits seit längerem für Lohnuntergrenzen in der Zeitarbeitsbranche. Die FDP sprach sich bislang gegen einen Mindestlohn in diesem Bereich aus. Das Thema wird voraussichtlich am Freitag auch bei den Beratungen der Bund-Länder-Gruppe zur Sprache kommen, die in erster Linie einen Kompromiss bei der Hartz-IV-Reform sucht.

Infografik: Zeitarbeit Deutschland


Quelle: Tagesschau.de